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2. Tag
13. Juli 2002
Huy - Ben-Ahin Radweg bis Namur; rechts der Maas Gives Andenne - Sclayn - Samson - Beez - Namur Seite wechseln; links der Maas Jambes - Dave (Felsformation) -Godinne - Yvoir Houx Houx - Dinant Seite wechseln; rechts der Maas - Chateau de Feyre Waulson Seite wechseln; links der Maas - Heer Agimont - Französische Grenze Givet - Vorsicht Flussschleife; geradeaus über Berg - Vireux sur Meuse Montihny Fépin - Fumay - Revin
Von Huy (B)

Um 7:30 Uhr stehen wir auf. Die erste Nacht im Hotel verbrachten wir mehr schlecht als recht. Zum Glück hat der Regen, der schon gestern Abend eingesetzt hatte, aufgehört. Das Ein- und Auspacken unserer Utensilien müssen wir noch üben. Eine halbe Stunde brauchen wir schon dafür. Da Samstag ist, und die Geschäfte noch geschlossen sind, machen wir noch ein Foto von der dem Hotel gegenüberliegenden schönen Brücke und starten gegen 8:30 Uhr ohne Frühstück.

Wir fahren wieder auf dem breiten Treidelpfad entlang der Maas. Ist es anfangs noch empfindlich kühl und feucht, so klärt es sich nach einiger Zeit auf und wir sitzen gegen 10.00 Uhr in Andenne schon vor einer Bar in der Sonne, trinken unseren Kaffee und essen die Reste vom Vortagsproviant. In einem nahe gelegenen Supermarkt füllen wir unsere Getränkevorräte auf und radeln frohgelaunt bei herrlichem Sonnenschein weiter. Die Fahrt entlang der Maas ist ein Genuss. Diesseits und jenseits der Maas herrliche Landhäuser und idyllisch gelegene Örtchen. Ruderer, Kanuten und Wasserskiläufer nutzen an diesem Samstagmorgen den strahlenden Sonnenschein und sorgen für ein buntes und reges Treiben auf der Maas, die wohl hier ihr schönstes Flussbett hat. In Namur wechseln wir die Maasseite. Der Treidelpfad wird manchmal so holprig, dass Gerd einen Teil des Gepä cks verliert. Gegen Mittag erreichen wir die malerische Festungsstadt Dinant. Über eine herrliche Brücke wechseln wir wieder auf das andere Ufer der Maas. Wir genießen das Panorama mit der Festung und den Felsformationen. Mehr ist aus zeitlichen Gründen nicht drin. Ein Stadtbummel ist aber auch nicht unbedingt erstrebenswert, da die Stadt voller Touristen ist. Da wir großen Hunger haben, steuern wir die nächste Imbissstube an und genehmigen uns eine anständige Portion der berühmten belgischen Pommes frites.

Gut gestärkt setzen wir die Fahrt fort, noch immer entlang der Maas. Da die Treidelpfade immer holpriger werden, so dass Gerd einen Teil des Gepäcks verliert Teilweise sind sie in einem Zustand wie im Mittelalter. Deshalb müssen wir des Öfteren über Landstraßen fahren. Bald erreichen wir die franzÖsische Grenze. Im ersten französischen Ort Givet legen wir unsere Nachmittagspause ein. Vor einer Bat an der Maas genießen wir den Sonnenschein. Schade, dass unsere ersten echt französischen Pains au Chocolat schon mal bessere Tage gesehen haben. Obwohl Gerd bei der Routenbeschreibung hinter Givet - den Hinweis "Achtung Flussschleife" g a b , verfahren wir uns zum ersten Mal. Zum Glück bemerkt Gerd den Irrtum sehr bald, so dass es nur ein Umweg von 6 km wird. Die letzten 35 km führen uns fast ausschließlich über Landstraßen, und wir merken hier schon, dass es, sobald wir das Flusstal verlassen müssen, hügeliger wird. Zufrieden, aber dennoch leicht erschöpft, erreichen wir nach 127 km das Maasstädtchen Revin.

Nach einigem Suchen haben wir Glück und finden ein Hotel (Francois I), direkt an der Maas gelegen. Glück deshalb, weil am nächsten Tag der 14. Juli ist, also französischer Nationalfeiertag, und das Hotel bald ausgebucht ist. Glück haben wir auch mit der Auswahl unseres Restaurants. Wir entscheiden uns nach einigem Hin und Her für ein einfaches Lokal (Le Wigwam) mit gutbürgerlicher Küche. Wir sitzen quasi im Wohnzimmer und können der Chefin beim Kochen zu schauen. Nachher sind wir sehr zufrieden, zumal auch der Preis stimmt (was in Frankreich, wie sich später herausstellen wird, nicht immer der Fall ist ) . Nach einem "Absacker" in einer Bar (in Frankreich und Spanien sind Bars einfache Kneipen) kehren wir zu unserem Hotel zurü ck, befürchten allerdings, keine ruhige Nacht zu bekommen. Vor dem Hotel am Maasufer und auf der Uferstraß e und der nahe gelegenen Maasbrücke kommen immer mehr Menschen zusammen. Pavillons mit lauter Musik und Getränkestände ziehen die Massen a n . An ein Einschlafen ist nicht zu denken. Kurz vor Mitternacht dann der Höhepunkt der nächtlichen Feierlichkeiten, ein herrliches Feuerwerk. Obwohl Feuerwerke bei mir nicht mehr den Reiz wie in früheren Jahren ausü ben, bin ich von diesem Feuerwerk begeistert. Vom Balkon unseres Hotelzimmers können wir das recht aufwendige Feuerwerk wunderbar beobachten, vor allen Dingen das "Sichwiederspiegeln" der Farben und Effekte auf der Wasseroberfläche. Irgendwann schlafen wir dann trotz des Lärms vor unserem Hotel ein, wohl übermüdet durch die Strapazen und Ereignisse des Tages.


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