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1.Tag
12. Juli 2002
Kohlscheid - Horbach – Niederländische Grenze – Bocholtz – Simpelfeld - Eys - Wittem –Gulpen – Slenaken – Teuven - Belgische Grenze - Martin Vouren – Visé - Haccourt – Herstal – Lüttich - Tilleur - Jemeppe - Flémalle - Engis - Amay - Huy
Von Herzogenrath

Endlich ist es soweit. Nachdem uns Nachbarn, Freunde und Familie mit den besten Wünschen verabschiedet haben, geht es gegen 14.00 Uhr bei schönstem Wetter von unserem Treffpunkt in Herzogenrath-Bank los. Neugier und Abenteuerlust machen sich breit.

Unsere erste Station ist das Redemptoristenkloster in Wittem. Hier sind die Gebeine des hl. Gerardus, dem Schutzpatron der Kaufleute - böse Zungen behaupten, auch der Säufer und Wegelagerer - begraben. Wie schon zu Zeiten, als wir das Kloster bei unseren langen Trainingsläufen zum Ziel hatten, zünden wir in der Klosterkirche eine Kerze an und, nachdem wir beim Bruder Pförtner den ersten Stempel für unsere Pilgerausweise erhalten haben, geht die Fahrt weiter. Zeit für lange Pausen haben wir nicht, denn wir wollen an diesem Nachmittag noch das etwa 95 km entfernte Huy an der Maas erreichen.

Die reizvolle, aber auch recht hügelige Strecke bis zur Maas, die wir in Visé überqueren, kennen wir bereits von unseren vorangegangenen Trainingsfahrten. Über den tellerflachen, breiten asphaltierten Treidelpfad entlang der Maas erreichen wir schnell Lüttich. Froh darüber, die hässlichen Industrieanlagen vor Lüttich hinter uns gebracht zu haben, werden wir zum ersten Mal genervt durch den starken Verkehr in Lüttich und den fehlenden Radwegen. In Jemeppe, noch zur Peripherie Lüttichs gehörend, machen wir in der Cafeteria eines Supermarktes unsere erste Rast (hier hatte Gerd schon bei seiner Radtour nach Plérin eine Pause eingelegt).

Gestärkt und zufrieden mit den bis dahin zurückgelegten Kilometern, setzen wir auf dem breiten Radweg entlang der Maas bzw. auf verkehrsarmen Landstraßen unsere Fahrt mit unvermindert hohem Tempo fort. Landschaftlich reizvoll ist die Strecke nicht. Verwundert sind wir über die vielen Angler entlang der Maas. Zigaretten rauchend, Rotwein trinkend, auf die schon zitierten hässlichen Industrieanlagen blickend, scheint es für viele Belgier ein Vergnügen zu sein, Fische aus dem sichtbar schmutzigen Wasser der Maas zu angeln. Aber wie sagt der Franzose (bzw. Belgier): Chacun à son gout.

Gegen 20.00 Uhr erreichen wir schließlich Huy, unser Tagesziel. Leider ist es uns nicht vergönnt, die Schönheit dieses idyllisch an der Maas gelegenen Städtchens kennen zu lernen. Wir sind froh, zu so später Stunde noch zwei (nicht gerade einladende) Zimmer (für 102,- Euro) in einem einfachen Hotel an der Uferstraße zu bekommen. Wir stellen unsere Fahrräder in eine Garage, nehmen unser gesamtes Gepäck mit auf die Zimmer, duschen uns und sind dankbar, in einer nahegelegenen Gaststätte noch eine warme Mahlzeit (mit Leffe-Bier) zu erhalten.

Beim Abladen unseres Gepäcks entdeckt ein vorübergehender Tourist unsere Jakobsmuscheln, die wir als Symbol für unsere Pilgerreise sichtbar mitführen, und spricht uns daraufhin an. Gerd, ausgestattet mit exzellenten englischen und französischen Sprachkenntnissen, erzählt ihm von unserem Vorhaben, woraufhin er seinen Respekt und seine Bewunderung uns gegenüber zum Ausdruck bringt und uns für die weitere Fahrt viel Glück wünscht. Glück können wir gebrauchen, denn Jürgen hat schon die ersten Po-Probleme...!

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